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![]() Biberschädel |
![]() Kleiner Katzenbär |
Mit
232 Präparaten besitzt das Naturkundemuseum Leipzig die
umfangreichste
Sammlung von Exponaten von Hermanus Hendricus ter Meer
(1871-1934). Der gebürtige Niederländer wirkte von
1907 bis zu seinem Tod 1934 als
Präparator am Zoologischen Museum der Universität
Leipzig.
Mit seiner Publukation über seine dermoplastische Präparationsmethode im Jahr 1900 hatte ter Meer ein entscheidendes Kapitel der internationalen Tierpräparation geschrieben. Seine Werke waren und sind international sehr geschätzt. Als begnadeter bildender Künstler war er im Jahr 1931 Mitbegründer der "Deutschen Künstlervereinigung der Museumsdermoplastiker" (DEUKÜMAS). |
![]() Bison |
![]() Tüpfelbeutelmarder |
![]() Ameisenbeutler |
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![]() Großtrappe |
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![]() Bartalk |
Für
die Wissenschaftsgeschichte der Zoologie sind die in
der Sammlung befindlichen 24 Vogel-Standpräparate aus Russland
von Peter Simon Pallas besonders zu nennen. Er
gehörte zu den bedeutendsten Forschungsreisenden des 18.
Jahrhunderts. Die primär als Bälge vorhandenen
Vögel wurden vom Präparator Robert Tobias zu
Standpräparaten umgearbeitet.
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![]() Dohle |
![]() Grünspecht |
![]() Gimpel |
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1822
begab sich der Gelehrte Eduard Poeppig von Hamburg
aus auf seine große Amerikareise. Die Reise begann in Kuba
und führte ihn weiter in
die USA. Von Baltimore aus reiste Poeppig 1826 nach Chile. 1829
verließ Poeppig Chile und segelte nach Peru. Die letzte
Etappe führte ihn an den Amazonas, bevor er 1832 nach Leipzig
zurückkehrte. In Leipzig nahm er eine Professur für
Naturwissenschaften an und gründete 1837 das Zoologische
Museum.
Das Naturkundemuseum übernahm vom Zoologischen Museum der Universität 38 Vogel- und 6 Säugetierpräparate aus der Poeppig-Sammlung. |
![]() Zweifarbfischer |
![]() Veilchenkolibri |
![]() Purpurbrustcotinga |
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Vogel-Reliefbilder:
sind Federbilder, bei denen die Vogelkörper
erhaben unterlegt
wurden. Die Vögel sind in natürlicher
Größe
gearbeitet und mit einer meist detailreichen Hintergrundmalerei
versehen. Hinter Glas und Rahmen gegen Staub und Schädlinge
geschützt sind sie zum Aufhängen an der Wand gedacht.
Der
bekannteste und qualitativ beste Künstler für
Vogel-Reliefbilder war der Schlesier Joseph Plaschke. Das Leipziger
Naturkundemuseum besitzt 10 Vogel-Reliefbilder, darunter 1 von Plaschke
und 2 von R.Tautz (Halle a/S.).
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Eiersammlung:
Das Naturkundemuseum hat nie zielgerichtet Vogeleier gesammelt, wenn
man darunter das Entnehmen von Gelegen aus der Natur versteht. Der
überwiegende Teil der Eiersammlung wurde durch Ankauf
erworben.
Die mit Abstand umfangreichste Sammlung mit ca. 13.000 aus 4.700 Gelegen wurde 1944 für die beachtliche Summe von 15.000 Reichsmark angekauft. Die Sammlung stammt aus dem Nachlass des bekannten Leipziger Ornithologen Richard Schlegel (1865-1933). Es ist die größte Sammlung von Eiern Mitteldeutschlands und enthält darüber hinaus auch Belege aus der ganzen Paläarktis. Bereits 1911 erwarb das Museum eine Sammlung von über 300 Gelegen aus dem Nachlass von Eugen Rey (1838-1909). 1971 erwarb das Museum die Sammlung von Dr. Backofen mit über 400 Gelegen, die überwiegend aus Nordwestsachsen stammen. Im Jahr 1984 wurde testamentarisch die fast 300 Gelege aus dem Raum Wurzen umfassende Sammlung Herbert Lindner übernommen. Umfang: 20.596 Eier aus 5.073 Gelegen |
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![]() Anglerfisch (Dermoplastik) ter Meer |
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