









| Dompfaff oder Gimpel
Pyrrhula pyrrhula Das Verbreitungsgebiet dieses Singvogels erstreckt sich von Nordafrika und Europa über das nördliche Asien bis Japan. Bevorzugte Lebensräume sind Nadelwälder, Mischwälder sowie Parkanlagen und Gärten mit Nadelbäumen. Hauptnahrung sind Samen, Früchte und Knospen. Je nach Region sind Gimpel Stand- oder Strichvögel, vor allem die nördlichen Populationen ziehen süd- und westwärts. Im 19. Jahrhundert war die Haltung und Zucht des Gimpels als Käfigvogel weit verbreitet. |
![]() |
![]() |
Rotkehlchen Erithacus
rubecula Das Rotkehlchen ist in weiten Teilen Europas, Kleinasiens und Nordafrikas verbreitet. Neben den ursprünglichen Lebensräumen (Laub- und Mischwälder) besiedelt es auch die Kulturlandschaft. Da Rotkehlchen vorwiegend Insekten fressen, verlassen die nördlichen Populationen über den Winter ihre Brutgebiete und ziehen in den Mittelmeerraum oder nach Kleinasien. Sowohl in germanischen und keltischen als auch in christlichen Überlieferungen hat das Rotkehlchen eine große Bedeutung. Es symbolisiert beispielsweise die Sonne oder soll Christus am Kreuz beigestanden haben. |
![]() |
Erlenzeisig Carduelis
spinus Das Verbreitungsgebiet dieses kleinen Singvogels erstreckt sich über weite Teile Europas, den Nahen und Mittleren Osten sowie Nord- und Ostasien. Hauptnahrung sind Samen und Früchte. Erlenzeisige sind vor allem in Nadel- und Mischwäldern zu Hause. Das Nest wird vor allem in hohen Fichten gebaut. |
![]() |
Rosapelikan Pelecanus onocrotalus Rosapelikane brüten in Südosteuropa sowie Teilen Asiens und Afrikas an größeren Gewässern und Meeresküsten. Hauptnahrung sind Fische. Pelikane wurden teilweise stark bejagt, da sie als Nahrungskonkurrenten des Menschen galten und als Naturheilmittel dienten. Darstellungen von Pelikanen finden sich in der christlichen Ikonographie und in verschiedenen Wappen. |
| Weißstorch Ciconia
ciconia Eine der bekanntesten heimischen Vogelarten ist der Weißstorch. Seine Brutgebiete liegen in Nordafrika, Süd-, Mittel- und Osteuropa sowie Klein- und Vorderasien. Zur Überwinterung fliegen die Störche der östlichen Vorkommen nach Ost- und Südafrika, die übrigen Tiere verbringen den Winter in West- und Zentralafrika. Die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die industrialisierte Landwirtschaft führten in weiten Teilen Mitteleuropas zu einem starken Bestandsrück gang durch Nahrungsmangel, da vor allem Kleinsäuger, Lurche und Fische sowie größere Insekten verschwanden. So ist der Weißstorch nicht nur ein Tier der Märchen und Sagen sondern auch ein wichtiges Symbol des Naturschutzgedankens. |
![]() |
![]() |
Eisvogel Alcedo atthis Der heimische Eisvogel kommt in Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas vor. Lebensräume sind Flüsse, Bäche, Seen und vom Menschen geschaffene Gewässer mit ausreichenden Fischbeständen. Eisvögel sind Ansitzjäger, die durch Stoßtauchen ihre Nahrung (Fische, Wasserinsekten, Kaulquappen u.ä.) unter Wasser erbeuten. Gebrütet wird in selbst angelegten Höhlen, beispielsweise in Steilufern oder Uferabbrüchen. |
| Sommergoldhähnchen Regulus ignicapillus Das Sommergoldhähnchen gehört zu den kleinsten Vogelarten Europas. Es lebt in Wäldern, Parkanlagen und großen Gärten Mittel- und Südeuropas, Kleinasiens sowie Nordafrikas. Nahrung sind Insekten und Spinnentiere. Mitteleuropäische Vertreter verlassen deshalb die Brutgebiete in den Wintermonaten. |
![]() |
![]() |
Uhu Bubo bubo Weedern, Masuren/Ostpreußen, 1899 Die größte Eulenart lebt in Nordafrika, Europa und Teilen Asiens. Uhus sind nachtaktiv und jagen kleine bis mittelgroße Säugetiere und Vögel. Mitteleuropäische Uhus brüten vor allem in Felswänden. Uhus benötigen strukturreiche Landschaften mit einem ausreichenden Nahrungsangebot. Durch intensiven Schutz der Horste und Wiederansiedlungsprojekte in verschiedenen Teilen Deutschlands haben sich die Bestände in Deutschland wieder erholt. |
| Schleiereule Tyto alba In Mitteleuropa ist die Schleiereule vor allem in der Kulturlandschaft verbreitet. Nester baut sie oft in Scheunen oder Kirchtürmen. In anderen Teilen des Gesamtverbreitungsgebietes, zu dem Nord- und Südamerika, große Teile Afrikas sowie Vorderasien, Südostasien und Australien gehören, werden außer Regenwäldern, Wüsten und Gebirgen unterschiedlichste Lebensräume besiedelt. Die Nahrung besteht vor allem aus Kleinsäugern. |
![]() |
| Gänsesäger Mergus
merganser Diese Entenvögel leben in weiten Teilen Europas, Nordasiens sowie in Nordamerika. Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Fischen, die sie in Seen und klaren Flüssen erbeuten. Gänsesäger sind Höhlenbrüter, die beispielsweise Uferabbrüche, Felsspalten und Baumhöhlen nutzen. Erst ein Jagdverbot sorgte dafür, dass sich die Bestände in Deutschland wieder etwas erholten. Allerdings gefährden Wassertourismus, Uferverbauungen und Gewässerverschmutzung die Bestände dieser Art gerade in Mitteleuropa weiterhin. |
![]() |

![]() |
Kormoran Phalacrocorax
carbo Kormorane besiedeln weite Teile Europas, Afrikas und Asiens. Auch in Australien, auf Grönland und an der nordamerikanischen Atlantikküste kommen sie vor. Die Brutkolonien liegen an Meeren oder größeren Binnengewässern. Ihre Nahrung, Fische, jagen Kormorane unter Wasser, dabei können sie mehrere Meter tief tauchen. In einigen Kulturen wurden und werden Kormorane zum Fischfang eingesetzt. |
![]() |
Gerfalke Falco rusticolus Grönland, 1905 Die größte Falkenart ist in allen Polargebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Hauptnahrung sind Alpen- und Moorschneehühner. Gerfalken bauen keine eigenen Nester, sondern nutzen Felsenmulden oder die Horste anderer großer Vögel. Gerfalken waren und sind besonders geschätzte Beizvögel in der Falknerei. Deshalb werden sie bis heute illegal gehandelt. |
| Sterntaucher Gavia stellata Pillau/Ostpreußen (Baltijsk), 1878 Das Verbreitungsgebiet des Sterntauchers erstreckt sich über Nordeuropa, das nördliche Asien bis nach Kanada und Grönland. Den Winter verbringen die Vögel vor allem an den Meeresküsten der Nordhalbkugel. Zur Brut nutzen die Sterntaucher kleine Gewässer. Ihre Nahrung (Fische, Krebs- und Weichtiere) ertauchen sie in benachbarten Seen oder Küstengewässern. |
![]() |



|
Rhinozeros-Hornvogel Buceros
rhinoceros Java, 1867 Das Verbreitungsgebiet umfasst Thailand, Malaysia und Teile Indonesiens bis Java. Diese Art ist eng an ursprüngliche Regenwälder gebunden. Die Bruthöhle wird vom Männchen verschlossen und das Weibchen in der mehrwöchigen Brutzeit von ihm mit Nahrung (Früchte, Insekten, kleinere Wirbeltiere und Vogeleier) versorgt. Der Schnabelaufsatz soll als Resonanzkörper für Brumm-Laute dienen. |
|
Hammerhuhn Macrocephalon
maleo Menaar/Celebes, vor 1868 Das Hammerhuhn lebt nur auf der indonesischen Insel Sulawesi. Es bewohnt Flachland- und Bergwälder. Die Eier werden einzeln in Löcher auf offenen Sandflächen, in Vulkanböden oder am Strand abgelegt und durch die Sonne oder die Erdwärme ausgebrütet. Auch die Jungtiere werden von den Eltern nicht betreut. Die Zerstörung von Lebensräumen, eine hohe Sterblichkeit der Jungtiere und die direkte Verfolgung durch den Menschen sind Ursachen dafür, dass das Hammerhuhn eine stark gefährdete Vogelart ist. |
| Diamant- oder Amherstfasan Chrysolophus amherstiae Osttibet, 1915 Die Heimat des Diamantfasans sind die Berg- und Bambuswälder Westchinas, Tibets und Myanmars. Das Nahrungsspektrum ist breit gefächert, sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung wird genutzt. Der Diamantfasan gehört auf Grund des farbenprächtigen Gefieders der Männchen zu den Vogelarten, die gern in Europa gehalten werden. In Großbritannien gibt es ausgewilderte Freilandvorkommen. Unser Exemplar ist ein Wildfang und gelangte über den Zoo Leipzig in die Sammlung. |
![]() |
| Dunkler Jagdfasan Phasianus
colchicus Nach Europa wurde der Fasan schon in der Antike eingeführt, das natürliche Vorkommen erstreckte sich vom Schwarzmeergebiet über Mittelasien bis nach Ostasien. Es sind mehrere Unterarten bekannt, mitteleuropäische Tiere sind Kreuzungen verschiedener Formen. Seit dem Mittelalter ist die Haltung und Auswilderung als Jagdtier für unsere Region belegt. In Europa besiedeln die ausgewilderten Tiere meist strukturreiche Kulturlandschaften. Zur Nahrung gehören vor allem Pflanzenteile und kleine Insekten. |
![]() |

|
![]() |

|
Südlicher Hornrabe Bucorvus
leadbeateri Der Südliche Hornrabe lebt im südlichen Afrika in offenen Savannenlandschaften. Zur Nahrung gehören Insekten, kleine Nagetiere, Schlangen und Früchte. Die Brut erfolgt in natürlichen Baumhöhlen. Durch die Zerstörung seiner Lebensräume nimmt der Bestand ab, so dass der Südliche Hornrabe zu den gefährdeten Arten zählt. In vielen afrikanischen Kulturen gilt er als heiliges Tier, da er Schlangen und Heuschrecken vertilgt. |
|
Gaukler Terathopius
ecaudatus Natal (Südafrika), 1842 Dieser Greifvogel lebt in weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara vor allem in Savannen und an Waldrändern. Gaukler ernähren sich vor allem von Kleinsäugern, Vögeln und Reptilien. Die Brutpaare bleiben ein Leben lang zusammen und errichten ihre Nester auf Bäumen und hohen Termitenbauten. Viele afrikanische Völker verehren/verehrten den Gaukler als Kriegervogel, der Sieg oder Niederlage im Kampf voraussagen konnte. |

|
Schwarzer Klaffschnabel Anastomus lamelligerus Westafrika, vor 1868 Diese Storchenart kommt im tropischen Afrika in verschiedenen Feuchtgebieten vor. Bevorzugte Nahrung sind große Süßwasserschnecken, aber auch andere Wirbellose des Süßwassers sowie kleinere Frösche und Fische werden verzehrt. Klaffschnäbel sind oft mit Flusspferden vergesellschaftet, da diese Wasser und Schlamm aufwühlen und so die Nahrungssuche der Störche erleichtert wird. |

| Zwergflamingo Phoeniconaias
minor Die größten Vorkommen der Zwergflamingos sind von den Salz- und Sodaseen Ost- und Südafrikas bekannt. Da sie dort auf Grund des hohen Salzgehaltes und der extremen Temperaturen, mit Ausnahme anderer Flamingoarten, keine Nahrungskonkurrenten haben, können bis zu 1 Million Tiere gemeinsam leben. Ihre Nahrung, vor allem Blau- und Kieselalgen sowie kleine Krebstiere, filtern sie mit ihrem Schnabel aus dem Wasser. Die Rosafärbung entsteht durch Nahrungsinhaltsstoffe (Carotine). |
![]() |




|
Borstenkopf Psittrichas
fulgidus Nur in den tropischen Regenwäldern Neuguineas lebt diese Papageienart. Borstenköpfe sind Fruchtfresser, die überwiegend von wenigen Feigenarten leben. Die Zerstörung geeigneter Lebensräume, die Jagd und die spezialisierte Lebensweise führen dazu, dass die Art in den Roten Listen als „Gefährdet“ eingestuft wird und dem internationales Artenschutzrecht unterliegt. In Gefangenschaft wird der Borstenkopf auf Grund seiner Lebensweise nur selten gehalten. |
| Ara-Kakadu Probosciger
aterrimus Australien, 1908 Der Ara- oder Palm-Kakadu lebt in Neuguinea, Nordost-Australien und auf einigen benachbarten Inseln. Er ist die größte Papageien-Art Australiens. Neben Wäldern werden auch baumbestandene Savannen besiedelt, wenn geeignete Bäume für die über einen Meter tiefen und bis zu 60 cm im Durchmesser großen Bruthöhlen vorhanden sind. Hauptnahrung sind Früchte, Nüsse und Samen. |
![]() |
|
Hawaiigans Branta
sandvicensis Die Hawaiigans (=Nēnē) ist die seltenste Gänseart und in ihren natürlichen Lebensräumen auf den Hawaii-Inseln trotz aller Schutzbemühungen stark bedroht. Neben verwilderten Hunden und Katzen tragen auch Tourismus und moderne Landwirtschaft dazu bei, dass anfängliche Auswilderungserfolge immer wieder zunichte gemacht werden. Um den Bestand der Art zu sichern, leben Zuchtgruppen in Zoologischen Gärten und Wildparks. |
| Streifenkiwi Apteryx
mantelli Neuseeland, 1855 Kiwis gibt es nur in Neuseeland. Die nachtaktiven Straußenverwandten leben hauptsächlich von wirbellosen Bodenbewohnern (Würmer, Tausendfüßer, Insekten). Eingeschleppte und verwilderte Säugetiere gefährden den Bestand dieser Bodenbrüter. So gehören heute die Nationalvögel Neuseelands zu den bedrohten Tierarten. |
![]() |
| Fächertaube Goura
victoria Die nur von Neuguinea bekannte Fächertaube gehört zu den größten Taubenarten. Ihr Lebensraum sind Sümpfe, Sagopalmenbestände und trockene Wälder. Fächertauben zählen zu den überwiegend bodenbewohnenden Arten. Sie ernähren sich von Samen, Früchten und Insekten. Da die Fächertaube in ihrer Heimat stark bejagt wird, gilt sie als gefährdete Art. |
![]() |

|
Helmkasuar Casuarius casuarius Neuguinea, 1858 Diese Straußenvögel leben auf Neuguinea, in Nordaustralien und auf einigen Inseln dieser Region. Sie ernähren sich sowohl von Pflanzen und Pilzen als auch von kleineren Wirbeltieren und Wirbellosen. Lebensräume sind unterholzreiche Regen- und Savannenwälder. Kasuare sind sehr wehrhafte Tiere, die ihr Revier mit schmerzhaften Tritten auch gegenüber Menschen verteidigen und ernsthafte Verletzungen verursachen können. >>mehr zur Restaurierung<< |


|
Inka-Kakadu Cacatua
leadbeateri Heimat dieses Papageienvogels sind trockene und halbtrockene baumbestandene Lebensräume in Australien. Neben Samen, Nüssen und Früchten gehören auch Insekten zum Nahrungsspektrum. Da Süßwasser ein wichtiger Überlebensfaktor ist, profitieren diese Vögel von Viehtränken auf den Farmen der Trockengebiete. Durch Abholzung von Wäldern fehlen oft aber geeignete Höhlenbäume für die Brut. Der Inka-Kakadu ist in allen australischen Bundesstaaten geschützt. |
| Wellensittich Melopsittacus
undulatus Die Heimat dieses Ziervogels ist Australien. Dort leben die kleinen Papageien in offenen Trockengebieten oft in großen Schwärmen und ernähren sich von den Samen bodendeckender Pflanzen. Vorkommen und Bruterfolg sind vom Vorhandensein von Süßwasser abhängig. In Europa werden Wellensittiche seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehalten und gehören zu den beliebtesten Heimtieren. |
![]() |


|
Trauerschwan Cygnus atratus Ursprünglich lebte diese Art nur in Australien und Tasmanien. Als Gefangenschaftsflüchtlinge gibt es aber auch in Europa immer wieder Brutpaare und Einzeltiere. Brutplätze sind große Binnenseen mit flachen Uferregionen, Küstengewässer und Überschwemmungsgebiete. Trauerschwäne ernähren sich vor allem von Wasserpflanzen |
| Emu Dromaius
novaehollandiae Zoo Amsterdam, 1856 Der Emu ist die größte Vogelart Australiens. Die Verbreitung in den offenen Landschaften des Kontinents wird vom Zugang zu Süßwasser bestimmt. So profitieren diese Laufvögel auch von der Schafzucht und den deshalb von den Farmern angelegten Wasserstellen. Sie fehlen nur in Regionen mit dichten Wäldern und stark urbanisierten Gebieten. Die Nahrung besteht aus Pflanzen und Insekten. |
![]() |


|
Wanderalbatros Diomedea exulans Deutsche Tiefsee-Expedition „Valdivia“ Südatlantik, 18.11.1898 Die Brutgebiete der Wanderalbatrosse sind die subantarktischen Inseln. Mit einer Spannweite von über 320 cm gehören sie zu den größten Seevögeln. Bevorzugte Nahrung sind Tintenfische. Auf Grund ihres Körperbaus können Albatrosse auch bei starkem Wind gut segeln, haben aber große Probleme beim Starten und Landen. Sie unternehmen sehr weite Wanderungen und suchen den festen Boden nur zum Brüten auf. |


|
Andenkondor Vultur gryphus Lebensraum des größten Neuweltgeiers sind die Anden von Venezuela bis Feuerland. Er brütet auf Felssimsen und -plattformen. Die Eltern ziehen nur jedes zweite Jahr ein Junges auf. Hauptnahrung ist Aas. Trotzdem wurde der Andenkondor stark bejagt, so dass vor allem im nördlichen Südamerika nur noch wenige Tiere vorkommen und zur Sicherung der Bestände Wiederansiedlungsprojekte durchgeführt werden. In der Kultur südamerikanischer Völker spielt der Kondor eine bedeutende Rolle als Symbol des Himmels und der Freiheit. |
|
Kurzlappen-Schirmvogel Cephalopterus ornatus Pampayaco (Peru), 1829, gesammelt von Eduard Poeppig Der Kurzlappen-Schirmvogel gehört zu den Schmuckvögeln, die nur in Mittel- und Südamerika vorkommen. Seine Heimat ist das Amazonasbecken. Dort besiedelt er Waldgebiete entlang der Flüsse und Regenwälder in den unteren Lagen der Anden. Die Nahrung besteht vor allem aus Früchten, Insekten und kleinen Echsen. |
| Brauenmotmot Eumomota
superciliosa Vera Paz, Guatemala, 1876 Der Brauenmotmot gehört in die Verwandtschaftsgruppe der Rackenvögel. Seine Heimat sind die mittelamerikanischen Tieflandregenwälder von Südmexiko bis Costa Rica. Zur Nahrung gehören vor allem Früchte und Insekten. Die Nester legen die Elterntiere in Brutröhren an, die beispielsweise in Uferböschungen gegraben werden. |
![]() |
|
Purpurbrustkotinga Cotinga
cotinga Maynas, Mission Tocache (Peru), 1830, gesammelt von Eduard Poeppig Dieser Schmuckvogel besiedelt das nördliche Südamerika von Peru bis zur Atlantikküste. Er lebt in den Baumkronen der Regenwälder. Über die Lebensweise ist wenig bekannt, ähnlich wie verwandte Arten dürfte er von Früchten und eventuell auch Insekten und ihren Larven leben. |
| Veilchenohrkolibri Colibri
coruscans Venezuela, vor 1868 Kolibris kommen nur in Amerika vor. Es sind etwa 340 Arten beschrieben worden, die unterschiedlichste Lebensräume zwischen Alaska und Feuerland besiedeln. Bekannt sind sie durch ihren Schwirrflug, der ihnen die Nektaraufnahme auch an hängenden Blüten ermöglicht. Der Veilchenohrkolibri lebt an den Andenhängen von Venezuela bis Nordargentinien. |
![]() |


| Derby-Arassari Aulacorynchus
derbianus Pampayaco, Peru, 1829 Diese Tukanart lebt vor allem in den Anden von Südkolumbien bis Nordwestbolivien in subtropischen Regenwäldern bis in 2000m Höhe. Über die Lebensweise ist wenig bekannt, hauptsächlich besteht die Nahrung aus Früchten und Insekten, wie andere Tukane brütet auch der Derby-Arassari wohl in Baumhöhlen. Dieses Exemplar wurde von dem Leipziger Naturforscher Eduard Poeppig während seiner Südamerikareise gesammelt. |
![]() |
|
Riesentukan Ramphastos toco Heimat des Riesentukans ist das Tiefland im östlichen und zentralen Südamerika. Dort besiedelt er offene Landschaften mit einzelnen Bäumen und kommt auch in der Kulturlandschaft vor. Zum Nahrungsspektrum gehören Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere und Vogeleier. Gebrütet wird vor allem in natürlichen Baumhöhlen. |



|
Ararauna Ara ararauna Heimat dieser Papageien sind tropische und subtropische Wälder sowie Savannen in weiten Teilen Südamerikas. Sie leben von Früchten, Nüssen und Beeren, Palmfrüchte werden bevorzugt. Zur Neutralisierung von Pflanzengiften nehmen sie Lehm auf. Das Abholzen von Wäldern ist die Hauptursache für den Rückgang dieser Art in vielen Teilen des Verbreitungsgebietes. |




